GS Kunststofftechnik: Nachhaltigkeit in der Kunststoffverarbeitung

GS Kunststofftechnik: Nachhaltigkeit in der Kunststoffverarbeitung

Wie ressourcenschonend arbeitet die Kunststoffbranche? Was kann ein kunststoffverarbeitendes Unternehmen wie GS Kunststofftechnik tun, um nachhaltig zu wirtschaften? Die Antwort lautet: Viel! Erstaunlich, wie oft Maßnahmen gleichzeitig weniger Energie kosten, den CO2-Ausstoß senken und mehr Leistung bringen. 

Seit 2016 arbeiten wir daran, unseren CO2-Ausstoß zu verkleinern. Erfolgreich: mit den laufenden Projekten sparen wir jährlich rund 366 Tonnen CO2 ein. Diese Summe errechnet sich aus der CO2-Menge, die bei der Erzeugung des Stroms entstehen würde, den wir jetzt nicht mehr benötigen. Das sind eine Million Kilowattstunden Strom pro Jahr. Eine Energiemenge, die ausreicht, um fast 200 4-Personen-Haushalte zwölf Monate lang mit Strom zu versorgen.

Zahlen aus dem Bundesumweltamt von 2019 zufolge stammen 7,6% der Treibhausgase von der Industrie. Für 83,6% des CO2-Ausstoßes ist die Verbrennung fossiler Brennstoffe verantwortlich, beispielsweise durch Heizungen oder Autos.

Trotz des vergleichsweise kleinen Industrieanteils sind wir überzeugt, dass GS Kunststofftechnik gegenüber der Umwelt in der Verantwortung steht. Unser Ziel ist es, möglichst ressourcenschonend und nachhaltig zu wirtschaften.

Daher arbeiten wir ständig daran, durch Energieeinsparungen bei der Produktion die Emission von Treibhausgasen weitestgehend zu reduzieren. Ansetzen können wir vor allem beim schädlichen CO2, das auch mit einem Anteil von knapp 88% das am häufigsten emittierte Gas ist.

6 Projekte, mit denen GS Kunststofftechnik seinen Energieverbrauch senkt und den CO2-Fußabdruck verkleinert

  1. Schnelllauftore schützen Heizungsluft

    Bereits 2016 haben wir damit begonnen, die Tore der Produktionshallen auszutauschen. Denn die vorher eingesetzten Tore öffneten und schlossen langsam, so dass immer Wärme aus den beheizten Hallen entwich. Dabei entstand zum einen erkältungsfördernde Zugluft, zum anderen führt der Verlust dazu, dass die Hallenheizungen neue Wärme produzieren mussten.
    Unsere ressourcenschonende Lösung sind Schnelllauftore, die sich in Sekundenschnelle öffnen und schließen. Da sie mit Radarmeldern ausgestattet sind, erkennen sie bereits das Näherkommen einer Person oder eines Fahrzeugs und öffnen umgehend. Damit werden überflüssige Wartezeiten vermieden und es wird weitestgehend verhindert, dass Wärme verloren geht. 

  1. Ressourcenschonende Werkzeugkühlanlage

    Ein Jahr später, 2017, haben wir unsere in die Jahre gekommenen Werkzeugkühlanlage durch ein neues Modell ersetzt. Obwohl die neue Anlage mit einer Kälteleistung von 155 kW sogar um 40 kW größer dimensioniert ist als ihre Vorgängerin, spart sie jedes Jahr 154.000 kWh Strom ein, umgerechnet sind das 58 Tonnen CO2.
    Die Kühlanlage erfüllt eine zentrale Aufgabe in unserer Produktion. Denn sie ist dafür verantwortlich, dass Werkzeuge und Spritzgussmaschinen richtig temperiert werden.
    Gefördert wurde die neue Werkzeugkühlanlage im Rahmen des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE).

  1. Effiziente LED-Beleuchtung für Produktion, Montage und Werkzeugbau

    Im selben Jahr haben wir damit außerdem begonnen, die konventionellen Leuchtstoffröhren in den Hallen gegen eine LED-Beleuchtung auszutauschen. Auch bei diesem Projekt ging die CO2-Einsparung mit einer gesteigerten Leistung einher. Denn eine verbesserte Helligkeit in den Hallen erreichen wir mit einem Viertel weniger an Leuchtkörpern. Außerdem sparen wir seitdem jährlich 187.000 kWh Energie ein, was 70,4 Tonnen CO2
    Auch dieses Projekt wurde durch den „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) unterstützt.

  1. Neue Kompressoranlage

    Druckluft ist eine unverzichtbare Energie bei GS Kunststofftechnik. Zahlreiche Werkzeuge, Prozesse und Maschinen funktionieren ohne sie nicht. Als wir in den vergangenen Jahren unsere Produktion erweiterten und automatisierten, stieß unsere alte Anlage an ihre Leistungsgrenze. Sie lieferte maximal einen Volumenstrom von 3,9 cm3/min, das reichte nicht mehr.
    Daher haben wir 2019 damit begonnen, eine neue Kompressoranlage zu installieren. Mit 7,0 cm3/min ist sie deutlich leistungsstärker und wird uns auch bei weiterem Wachstum noch ausreichend Druckluft liefern können.
    Allerdings kostet die Energieart Druckluft viel mehr als Strom. Daher haben wir in eine Anlage investiert, die besonders energieeffizient ist. Im Ergebnis sparen wir jährlich 10.000 kWh Strom, das entspricht einer CO2-Reduzierung um 3,8 Tonnen.
    Das gelingt der neuen Kompressoranlage unter anderem durch den Einsatz von Antriebsmotoren der höchsten Effizienzklasse „IE4“. Zudem arbeitet der integrierte Kältetrockner nur, wenn Druckluft zum Trocknen benötigt wird. Die hocheffiziente Steuerung sorgt außerdem dafür, dass die Anlage Druckluft stets möglichst energieeffizient zur Verfügung stellt.
    Gefördert wurde die Investition aus Mitteln des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

  1. Auch die Abwärme der Kompressoranlage nutzen wir

    Nachdem wir uns 2019 schon über den spürbar geringeren Strombedarf unserer neuen Kompressoranlage gefreut hatten, haben wir 2020 das zusätzliche Einsparpotenzial der Investition ausgenutzt: Wir verwenden die Kompressor-Abwärme für unserer Heizungsanlage und sparen so nochmals Energiekosten. Durch das Einspeisen der Wärme benötigt unsere Heizungsanlage jährlich 24.000 kWh weniger Strom. Dadurch entstehen jedes Jahr 9,1 Tonnen weniger CO2.
    Der „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) hat uns auch bei diesem Projekt unterstützt. 

  1. Zwei neue Spritzgussmaschinen

    Die nächsten Projekte sind bereits geplant. Mit ihnen werden wir mehr als 600.000 kWh Strom jedes Jahr einsparen. Das verringert unseren CO2-Ausstoß bei dem schädlichen Treibhausgas nochmals um jährlich 225 Tonnen.
    Neben kleineren Projekten wie der weiteren Umstellung alter Beleuchtungen auf energiesparende LEDs trägt hierzu vor allem der Austausch von zwei über zwanzig Jahre alten Spritzgussmaschinen bei.
    Die neuen Maschinen, die in umfassende Automationslösungen eingebettet sind, verringern nicht nur den Ausstoß von Treibhausgasen. Sie erweitern trotz des geringeren Energieverbrauchs unsere Fertigungskapazitäten. Die Automatisierung führt zudem zu einer geringeren Ausschussquote in der Produktion. Daher werden weniger Rohstoffe bei der Herstellung von Teilen benötigt.
    Wir freuen uns darüber, dass der „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) uns auch Mittel für diese Maßnahme zur Verfügung stellt.

 

Für GS-Kunststofftechnik ist Energie- und Ressourceneffizienz eine langfristige Aufgabe

Wir wissen, dass Nachhaltigkeit in der Kunststoffverarbeitung und im Spritzguss ein kontinuierlicher Prozess ist. Es gibt viele Stellschrauben, an denen wir drehen können, um den Stromverbrauch, CO2-Ausstoß und CO2-Fußabdruck von GS-Kunststofftechnik zu verringern. Eine Alternative zur Verringerung der Treibhausgase sehen wir nicht. Daher ist es für uns eine dauerhafte Aufgabe, unsere Energie- und Ressourceneffizienz zu verbessern.

Wie gehen andere Unternehmen aus der Kunststoffverarbeitung mit ihrem CO2-Ausstoß um?

Stromverbrauch, CO2-Ausstoß, Treibhausgase und CO2-Fußabdruck – was sagen unsere Wettbewerber und Marktbegleiter hierzu? Die K-Zeitung, Fachzeitschrift der Kunststoffbranche, fragte im Januar 2021: Achten Unternehmen bei Investitionen für die Kunststoffverarbeitung auf die Nachhaltigkeit von Maschinen, Anlagen und Geräten? Kaufen sie beispielsweise besonders stromsparende Geräte? Nahezu zwei Drittel der Antworten lauteten „ja“.

Wir bei GD-Kunststofftechnik finden das lobenswert: Je mehr Unternehmen sich beteiligen, desto schneller gelingt es, die Entstehung von Treibhausgasen zu verringern.

Die Redaktion des Fachblatts prognostizierte, dass energiesparende Maschinen in der Kunststoffverarbeitung in Zukunft noch häufiger anzutreffen seien: Ein wichtiger Grund sei, dass Hersteller und Wissenschaftler an immer effizienteren Maschinen forschen.

Wir von GS-Kunststofftechnik freuen uns, zusammen mit anderen Unternehmen unsere Branche dazu zu bewegen, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern!